Lohnersatz wegen Schul- und Kitaschließung

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Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen aktuell Verdienstausfälle hinnehmen. Welche Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung gibt es?

Berlin/Landkreis Hildburghausen. Für viele Familien im Land sind Verdienstausfälle derzeit eine existenzielle Sorge. Insbesondere Eltern mit kleinen Kindern sind aufgrund von Schul- und Kitaschließungen vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Bundesregierung lässt Familien in dieser Situation nicht allein und hat entschlossene Maßnahmen ergriffen, um Verdienstausfälle abzumildern.

Wer wegen Schul- oder Kitaschließung die eigenen Kinder betreuen muss und nicht zur Arbeit kann, soll gegen übermäßige Einkommenseinbußen abgesichert werden. Dafür wird das Infektionsschutzgesetz angepasst. Eltern erhalten demnach eine Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro). Die Auszahlung übernimmt der Arbeitgeber, der bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen kann.

Vorraussetzung dafür ist:

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  • dass die erwerbstätigen Eltern Kinder unter 12 Jahren zu betreuen haben, weil eine Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann,
  • dass Gleitzeit- beziehungsweise Überstundenguthaben sowie Urlaub ausgeschöpft sind.

Die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes ist Teil eines Sozialschutz-Paketes, das am 23. März vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Das Gesetzgebungsverfahren soll bis zum 29. März abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zu den arbeitsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammengestellt.

Familien mit kleinen Einkommen können einen monatlichen Kinderzuschlag (KiZ) von bis zu 185 Euro erhalten. Ob und in welcher Höhe der KiZ gezahlt wird, hängt von mehreren Faktoren ab – vor allem vom eigenen Einkommen, den Wohnkosten, der Größe der Familie und dem Alter der Kinder. So kann eine Familie mit zwei Kindern und einer Warmmiete von 1.000 Euro den KiZ erhalten, wenn das gemeinsame Bruttoeinkommen rund 1.600 bis 3.300 Euro beträgt. Wer Kinderzuschlag erhält, ist zudem von den Kita-Gebühren befreit und kann zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe beantragen.

Berechnungsgrundlage für den Kinderzuschlag ist bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate. Damit auch Familien vom KiZ profitieren können, die aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig Verdienstausfälle hinnehmen müssen, plant die Bundesregierung einen Notfall-KiZ: Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nicht mehr das Einkommen der letzten sechs Monate nachweisen, sondern nur des letzten Monats vor der Antragstellung. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Ob für Sie ein Anspruch auf Kinderzuschlag besteht, können Sie mit dem KiZ-Lotsen der Familienkasse prüfen. Die Beantragung ist digital möglich.

Die Regelungen zum Notfall-KiZ sind Teil eines Sozialschutz-Paketes, das bis zum 29. März in Kraft treten soll.

Wenn Unternehmen aufgrund von Lieferengpässen oder einer behördlich angeordneten Schließung die Arbeitszeit ihrer Angestellten reduzieren müssen, können die Beschäftigten Kurzarbeitergeld erhalten. Damit wird ein Teil ihres Verdienstausfalls durch die Bundesagentur für Arbeit ausgeglichen. Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber beantragt werden.

Rückwirkend zum 1. März wurde der Zugang zum Kurzarbeitergeld vereinfacht: Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Bisher waren es ein Drittel der Beschäftigten. Auch werden die Sozialversicherungsbeiträge nun vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

Um die Menschen davor zu bewahren, in eine existenzielle Notlage zu geraten, wird der Zugang zur Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes behalten. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand soll wegen zu hoher Ausgaben für Wohnen jetzt umziehen müssen.

Diese Ausnahmeregelungen sind Teil des Sozialschutz-Paketes, das bis zum 29. März in Kraft treten soll.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Titelbild: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey. Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

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  63. Sperrung aller städtischen Spiel- und Bolzplätze in Hildburghausen (18. März 2020)
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  65. Keine Maßnahmen an Regelschule "Dr. Carl Ludwig Nonne" bezüglich Coronavirus-Verdachtsfall notwendig (17. März 2020)
  66. Keine persönlichen Vorsprachen im Jobcenter Landkreis Hildburghausen (17. März 2020)
  67. Tierheim am Wald: Besucherverkehr wird stark eingeschränkt (17. März 2020)
  68. Bestattungen trotz Veranstaltungsverbot im Landkreises Hildburghausen weiter möglich (17. März 2020)
  69. Coronavirus-Verdachtsfall an Staatlicher Regelschule "Dr. Carl Ludwig Nonne" in Hildburghausen (16. März 2020)
  70. Schließung von öffentlichen Einrichtungen am 18. März 2020 in Thüringen (16. März 2020)
  71. Hilfe und Unterstützung für Seniorinnen und Senioren der Städte und Gemeinden des Landkreises Hildburghausen (16. März 2020)
  72. Züge der Süd•Thüringen•Bahn verkehren bis 18. März 2020 gemäß dem veröffentlichtem Fahrplan in vollem Umfang (16. März 2020)
  73. REGIOMED sagt vorsorglich alle Veranstaltungen mit externen Teilnehmern ab (16. März 2020)
  74. Notbetreuung in Schulen und Kindertageseinrichtungen während der Schließungen aufgrund von Corona/Covid-19 (15. März 2020)
  75. Häufig gestellte Fragen zur Allgemeinverfügung des Landkreises Hildburghausen zum Verbot von Veranstaltungen (15. März 2020)
  76. Verwaltung der VG Feldstein ab Montag, dem 16. März 2020 geschlossen (15. März 2020)
  77. Wichtige Hinweise zu den Schul- und Kitaschließungen ab Dienstag (15. März 2020)
  78. Ruhig Blut: Blutspende in Zeiten des Corona-Virus (15. März 2020)
  79. Gesundheitsamt: Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen anrufen (14. März 2020)
  80. Ab Sonntag sind alle Veranstaltungen im Landkreis Hildburghausen verboten! (14. März 2020)
  81. Publikumsverkehr in der Wohnungsgesellschaft Hildburghausen ab Montag erheblich eingeschränkt (13. März 2020)
  82. Schließung von Schulen und Kindergärten ab Dienstag, dem 17. März 2020 (13. März 2020)
  83. Corona-Virus: Aktuelle Maßnahmen an Thüringer Schulen (13. März 2020)
  84. Allgemeinverfügung: Verbot von Veranstaltungen im Landkreises Hildburghausen mit mehr als 100 Personen (12. März 2020)
  85. COVID-19 (Coronavirus): Wichtige Informationen an die Bevölkerung (10. März 2020)
  86. Mögliche Ausbreitung des Coronavirus - das Gesundheitsamt informiert (29. Februar 2020)